Rothenbuch, lebendige Gemeinde mitten im Spessart
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In Rothenbuch befand sich seit 1485, als der Amtssitz des Mainzischen Forstmeisters über den Spessart von Aschaffenburg in den Hochspessart verlegt worden ist, das Verwaltungszentrum des inneren Spessarts. Seit 1686 bestand in Rothenbuch eine Amtskellerei, sozusagen eine Art von Finanzamt, seit 1782 die Amtsvogtei. Im Jahre 1814, als das Fürstentum Aschaffenburg zu Bayern kam, umfasste das nun "Königliche Bayerische Landgericht Rothenbuch" die Ortschaften Rothenbuch mit Bischbrunn, Habichsthal, Hain, Heigenbrücken, Heimbuchenthal, Hessenthal, Jakobsthal, Krommenthal, Krausenbach, Laufach, Frohnhofen, Neudorf, Neuhütten, Waldaschaff, Weibersbrunn, Wiesthal und Wintersbach, mit insgesamt 8997 Einwohnern! |
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Doch diese Machtfülle in unserem kleinen Spessartdorf verging. Mittlerweile bestimmen günstiger gelegene "zentrale Orte" das Geschehen im Lande. Um so stolzer sollten nun die geschichtsbewussten Rothenbucher sein, dass es dem Gemeinderat gemeinsam dem 1. Bürgermeister Günter Eich gelungen ist, die alte Tradition wenigstens teilweise wieder herzustellen. Die Gemeinde Rothenbuch wurde nach langem und zähem Kampf mit dem Datum 1. Januar 1994 auch verwaltungsmäßig wieder eine eigenständige Gemeinde. So ist das Jahr der 675 Jahr Feier 1318-1993 auch gleichzeitig als das Jahr der Zurückgewinnung der gemeindlichen Selbständigkeit in die Geschichte eingegangen. Eine Irrweg konnte so wieder korrigiert werden.
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Geblieben ist uns in Rothenbuch aber immer die Schönheit der Natur und die Besonderheit unserer Heimat, der Spessartwald. Ob allerdings unsere Heimat, der "Innere Spessart", wie der "Hochspessart" eigentlich heißt, als Naturlandschaft erhalten bleiben wird, ist die Frage, die sich die Menschen des angehenden 21. Jahrhunderts stellen müssen? Können wir die Zerstörung unserer Wälder durch die Luftschadstoffe noch stoppen? Hat die Spaß- und Freizeitgesellschaft dazu die notwendige Kraft? |
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 | Ob das letzte, noch nicht zersiedelte und biologisch intakte Tal des gesamten Spessarts, das Hafenlohrtal, als eine der letzten naturbelassenen Landschaften unserer Heimat unseren Kindern und Enkelkindern erhalten bleiben wird, ist ebenfalls noch nicht entschieden. Verantwortliche Bürgerinnen und Bürger, kämpfen nun bereits seit 30 Jahren - ein halbes Leben - für die Erhaltung des Hafenlohrtales, Bereits im Jahr 1978 wurde unter der Schirmherrschaft des Bundes Naturschutz in Bayern namentlich der Herren Dr. Fritz Lechner aus Marktheidenfeld und Professor Dr. Hubert Weiger aus Nürnberg und tatkräftiger Mitwirkung unseres ersten Bürgermeisters Günter Eich unter dem Gründungsvorsitzenden und zweiten Bürgermeister von Rothenbuch, Sebastian Schönauer, die Aktionsgemeinschaft Hafenlohrtal gegründet. |
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Die AGH, wie sie nach 30 Jahren kurz genannt wird, setzt sich mit der Unterstützung der vier Hafenlohrtalgemeinden Rothenbuch, Weibersbrunn, Hafenlohr Windheim und der Stadt Rothenfels am Main und über 800 Mitgliedern aus nah und fern recht erfolgreich gegen die Stauseepläne der bayerischen. Staatsregierung zur Wehr. Leider sind die Zerstörungspläne immer noch nicht vom Tisch, trotz bester Argumente und Zustimmung der Mehrheit der unterfränkischen Bevölkerung mit der Forderung: Rettet das Hafenlohrtal! Gerade aber das Wissen um die geschichtliche Tradition unseres Heimatortes Rothenbuch sollte die Menschen im Herzen des Spessarts ermutigen, deutlicher als bisher für die Erhaltung unserer Naturlandschaft einzutreten. |
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