Quick-Navigator:
Suche:
Gemeinde Rothenbuch
Sie befinden sich hier:
StartseiteKultur, Freizeit & TourismusSehenswürdigkeiten / Schloss Rothenbuch 


Schloss Rothenbuch


Schloss RothenbuchDie Lage des Schlosses ergibt sich wie selbstverständlich aus der hier entspringenden Quelle der Hafenlohr. Frisches Quellwasser war eine notwendige Voraussetzung einer menschlichen Ansiedlung. Bereits im Jahre 1318 ist Rothenbuch zum erstenmal schriftlich genannt worden, in einem Vertrag, den der Erzbischof Peter von Aspelt von Mainz mit dem Fürstbischof Gottfried von Hohenlohe von Würzburg "zùo der Rodenboychen" schloss. Die Stelle an der Quelle der Hafenlohr war dabei lediglich ein geeigneter Treffpunkt. Es ging bei dem Treffen nicht um den Ort Rothenbuch selbst. Wir erfahren leider auch nichts über eine Ansiedlung oder Gebäude an dieser Stelle.

Ein "Schloss" und es umgebende Häuser waren wohl bereits spätestens seit der Mitte des 13. Jahrhunderts vorhanden, da Rothenbuch Station auf dem Weg von Lohr nach Aschaffenburg war.

Über das Schicksal Rothenbuchs und seines Schlosses in den Wirren des 16. Jahrhunderts wissen wir wenig.



Die Einbeziehung des rieneckischen Erbes von 1559 leitete auch für unser Rothenbuch und den Spessart eine neue Phase der Entwicklung ein.
Das Schloss Rothenbuch wurde 1567 ausgebaut, nun nicht mehr als Grenzposten gegen Rieneck und Würzburg sondern als Zentralort des Innerspessarts, wie es schon mit dem Umzug des Forstmeisters von Aschaffenburg ins Schloß 1485 eingeleitet worden war.
Weiter galt es, auch den Spessart wirtschaftlich noch intensiver zu nutzen. Die Glashütten, aber auch Bau- und Brennholz aus dem Spessart boten erhebliche finanzielle Möglichkeiten. Man bringt ja etwa die uralten Eichenbestände um Rohrbrunn mit dem Wiederaufbau des Aschaffenburger Schlosses in Verbindung.
Rothenbuch bot hier günstige Möglichkeiten, nicht zuletzt durch die nun verstärkte und mit Würzburg vertraglich abgesicherte Holztrift auf der Hafenlohr.

Erzbischof Daniel Brendel von Homburg (1555-1582) ließ deshalb folgerichtig etwa ab dem Jahr 1567 das Rothenbucher Schloss (neu)errichten.
Der heutige, wohl Ende des 17. Jahrhunderts erweiterte Bau ist ein Wasserschloss mit vier Flügeln, die den rechteckigen Hof umschließen. Er scheint den Bau von 1567 einbezogen zu haben, dessen Wappensteine aber erhalten geblieben sind
Direkt neben dem Schloss über der Straße errichtete Kurfürst Daniel Brendel eine Kirche, die 1575 eingeweiht worden ist. Mit der Gründung der Pfarrei Rothenbuch 1683 diente sie später als erste Pfarrkirche unseres Ortes.

Die 1861 mit dem Bezug der neuen Pfarrkirche profanierte, zu einem Wohnhaus umgewandelte, und damit verweltlichte Kirche ist im nachgotischen Stil erbaut worden.

Seit der frühen Neuzeit wuchs die Siedlung Rothenbuch immer weiter an. Die Einwohnerzahl stieg ständig. 1614 lebten hier nur 82 Einwohner in 16 Haushaltungen, wobei die eigentlichen Beamten usw. nicht mitgerechnet worden sind. Bis 1900 war ein stattliches Dorf mit ungefähr 900 Einwohner herangewachsen. Die Häuser standen zunächst hauptsächlich um das Schloss herum und im "Oberdorf" an der heutigen Wächterstraße.


Einige, meist herrschaftliche Gebäude vor allem aus dem 16. Jahrhundert sind noch vorhanden: Das ehemalige Zeughaus ( u.a. benutzt als Lagerraum für das Jagdzeug ) aus dem Jahre 1566 ist heute das Gasthaus "Zum Löwen".
Die zum Schloss gehörige Zehntscheune, erbaut im Jahre 1576, in der die Rothenbucher ihre Abgaben in Form von Naturalien (Korn etc.) abliefern mussten, ist heute das Staatliche Forstamt Rothenbuch. Das Mainzer Wappen, dessen sechsspeichiges Rad in das Gemeindewappen von Rothenbuch Eingang gefunden hat, ziert heute noch seine Giebelwand.


Gemeinde Rothenbuch
Schloßplatz 1 | 63860 Rothenbuch | Tel.: (06094) 940-0 | poststelle@rothenbuch.de
  OK  
Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung